Wie Brillengläser vor Pollen schützen

Pollen

In den vergangenen Wochen ist die Natur nur so explodiert. Das freut die einen; es gibt aber auch viele, die darunter leiden und zwar in der Form von Heuschnupfen. Die Pollenallergie ist die häufigste Allergieform in der Schweiz und deren Veranlagung wird meist vererbt. Gemäss dem Bundesamt für Statistik leiden 14.4% der Schweizer Wohnbevölkerung unter dem überwiegend im Frühjahr und Sommer auftretenden allergischen Schnupfen. Betroffene Personen reagieren dabei auf eine oder mehrere Pollenarten, am häufigsten auf Gräser.

Vier Millionen Blütenpollen enthält die Blüte eines einzigen Grashalms, welche die Auslöser der allergischen Reaktionen sind. Die enorme Pollenproduktion kommt dadurch zustande, dass Süssgräser mit dem Wind bestäubt werden. Diese Pollenübertragung erfolgt viel weniger gezielt als beispielsweise bei der Tierbestäubung durch Insekten. Mit der Massenproduktion von Blütenstaub gleicht die Natur so diesen Mangel aus. Der direkte Kontakt oder das Einatmen der mikroskopisch kleinen Blütenpollen kann zu einer Entzündung der Bindehaut der Augen und der Nasenschleimhaut führen. Symptome wie anfallartiges Niesen, verstopfte Nase und juckende und tränende Augen sind die Folgen. Durch Kratzen und Reiben verstärkt sich dabei die Schwellung.

Tipps

Folgende Tipps können die Beschwerden reduzieren:

  • Bei Regenphasen oder in den frühsten Morgenstunden ausgiebig lüften, ansonsten in der Pollensaison nur kurz stosslüften
  • Abends vor dem Schlafengehen die Haare waschen
  • Augentropfen vorbeugend verwenden (zum Bsp. vor Belastungen wie Sonne, Wind, intensive Bildschirmarbeit)
  • Die Wäsche nicht draussen trocknen lassen
  • Sonnenbrille tragen (am besten sind Sonnenbrillen, die eng am Kopf anliegen und auf der Seite gut abschliessen)
  • Pollenschutzgitter vor den Fenstern anbringen
  • Ferien am Meer oder in den Bergen bieten Erholung, da sie zu den pollenarmen Regionen gehören (ab 1500 m.ü.M.)

Pollenallergie und Kontaktlinsen

Wer unter übermässig starken allergischen Reaktionen auf die Pollen leidet, sollte wenn möglich auf Kontaktlinsen verzichten und eine Brille tragen. Denn durch die starke Reizung ist das Auge infektanfälliger und die Brille kann das Auftreffen von Pollen auf die Augen verringern. Wichtig ist, dass die Brille täglich von den Ablagerungen gereinigt wird. Brillengläser gegen PollenBei Betroffenen, die unter normalen allergischen Reaktionen leiden, kann die Kontaktlinse sogar Schutz vor den Pollenblüten bieten. Grund dafür ist, dass die Kontaktlinse einen grossen Teil des Auges abdeckt und somit das Auge vor den Pollen schützt. Auch die Kontaktlinsen sollten täglich gründlich gereinigt werden, um die (Pollen-)Ablagerungen zu entfernen.

Auch Tiere leiden an „Heuschnupfen“

Wussten Sie, dass auch Tiere unter der Pollenallergie leiden? Nicht nur bei Menschen juckt die Nase und sind die Augen gerötet. Vermehrt werden heutzutage Tierärzte mit Pollen- und anderen Allergien bei Haustieren konfrontiert. Juckreiz im Gesicht der Tiere, oder sogar Asthma bei Katze und Pferd wurde schon nachgewiesen.